Neuer Test Reiserücktrittsversicherung


finanztest 2.2014 Jedes Jahr Februar ist es wieder soweit:  Die Stiftung Warentest veröffentlicht ihren neuesten Test zur Reiserücktrittsversicherung. Das Feld der teilnehmenden Versicherer hat sich leicht verändert. Die AXA , die sich 2013 noch dem Vergleichstest gestellt hat, war in diesem Jahr nicht vertreten. Damals hatten die AXA/InterPartner Tarife nur mit einer 3.5 abgeschlossen und bei der Jahres-Reiserücktrittsversicherung für Familien nur den letzten Platz erreicht.

Erstmals hat die Bayerische/TravelProtect ihre Reiserückttrittsversicherungs-Tarife ins Rennen geschickt und mit der Testnote GUT ein durchaus respektables Ergebnis erreicht. Testsieger bei den Einmal-Reiserücktrittsversicherungen wurde die Würzburger Versicherung und bei den Jahres-Reiserücktrittsversicherungen belegte die AGA (Allianz Globale) den ersten Platz.

Reiserücktrittsversicherungen vergleichen

Der ADAC war im Finanztest mit Tarifen für Mitglieder und Nichtmitglieder vertreten. Die Prämien unterscheiden sich hier deutlich. Während Mitglieder für eine Familien Jahresversicherung mit einer Versicherungssumme von 3000 EUR eine Versicherungsprämie von 108 EUR zahlen, müssen Familien ohne ADAC Mitgliedschaft für den gleichen Versicherungsschutz  144 EUR bezahlen. Zum Vergleich: bei TravelProtect kostet der gleiche Vertrag 96 und beim Testsieger AGA 136 Euro.

Insgesamt fiel der Test recht zufriedenstellend aus und er bezeugt, dass die teilnehmenden Versicherungen in den letzten Jahren viel dazu gelernt haben. Lediglich einmal wurde die Note „ausreichend“ vergeben.

Bemängelt wird von den Verbraucherschützern, dass nicht alle Anbieter den Versicherten die Möglichkeit bieten, sich bei Streitigkeiten aus dem Versicherngsverhältnis kostenlos an den Versicherungsombudsmann zu wenden. Die AGA, die ERV, die URV und der ADAC bieten ihren Kunden diese Möglichkeit jedenfalls nicht.

Weiterer Schwachpunkt ist laut den Versicherungsexperten der Stiftung Warentest die unsinnige Fülle von Informationen, mit denen die Versicherer ihre Kunden überschütten. Weniger wäre hier mehr. Immer noch konnte den Gesellschaften das „Versicherungslatein“ nicht abgewöhnt werden. Offenbar mit dem Ziel, den Versicherern eine weitere Motivation für transparentere Versicherungsbedingungen zu geben, hat Finanztest den Punkt Transparenz/Verständlichkeit mit 10% in das Gesamtergebnis einfließen lassen.

Insgesamt konnten die Versicherer für Transparenz 20 Punkte erhalten. Klassenbester war hier die Euro Assistance mit ihrer Eura 24 Produktlinie, die immerhin 9 Punkte bekam. Dies zeigt aber auch, wie schlecht in diesem Punkt viele Versicherern abschneiden und wie groß der Nachholbedarf bei einigen noch ist.

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